Förderturm und Außengelände Zeche Holland

Förderturm Zeche Holland

Altes Wahrzeichen im neuen Glanz

Das Fördergerüst über Schacht 4 der ehemaligen Zeche Holland ist für viele ‚das‘ Wahrzeichen Wattenscheids. Durch das Alter des Fördergerüstes und die viele Jahre zurückliegende Schließung der Zeche Holland war die Zukunft dieses Wahrzeichens gefährdet. Die Sanierung des Fördergerüstes ist Teil der Stadterneuerungsmaßnahme Soziale Stadt, wodurch die beträchtlichen Sanierungskosten über die Städtebauförderung finanziert werden konnten.

Im Frühjahr 2018 wurde nach umfänglicher technischer Planung und Vorarbeit mit den Sanierungsmaßnahmen am Förderturm begonnen. Die gesamte Sanierungsmaßnahme des Förderturms ist im Herbst 2019 fertiggestellt worden. Wichtiger Teil der Sanierung war die Anbringung eines Treppenaufgangs und einer Aussichtsplattform, um die Begehung des Turms möglich zu machen.

In Zukunft soll eine (begleitete) Besteigung des Fördergerüsts ermöglicht werden. Hier werden derzeit Gespräche mit der Bochum Marketing GmbH geführt, die Vertragspartnerin der Stadt Bochum in diesem Kontext werden soll.

Neuer Treffpunkt für Wattenscheid

Letzter Baustein der Sanierung ist die Herrichtung des Außengeländes von Schacht 4, um einen angemessenen und attraktiven Ort zu schaffen. Die Planung der Außenflächen haben 2019/2020 zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern und aktiven Gruppen stattgefunden. Die Anmut der Fläche wird vergleichbar zur Außengestaltung der Zeche Zollverein den Charme der Industriekultur erhalten. Dazu gehören eine Freitreppe und eine kleine Bühnenanlage im direkten Bereich des Fördergerüstes, Erschließungswege, Sitzmauern, Beleuchtung und ein attraktives Pflanzkonzept mit Baumpflanzungen.

Ein wichtiges Thema bei den Beteiligungen war die große Bedeutung der Turmbeleuchtung und die Art der Illumination. Maßgebend war dabei die Beleuchtung des „Holland-Schildes“, um somit das Fördergerüst in der Dunkelheit als Landmarke für Wattenscheid zu inszenieren.  Aus den Wünschen der Beteiligten und den Ansprüchen an ein technisch zufriedenstellendes und nachhaltiges Konzept, welches sich auch finanziell darstellen lässt, ergab sich folgendes Ergebnis: Das Holland-Schild wird über zwei LED-Spots angestrahlt, die an einem Mast an der Emil-Weitz-Straße befestigt werden. Dieses Beleuchtungskonzept wurde vor Ort gemeinsam mit der Feuerwehr geprobt. Dem Vorschlag zu dieser Beleuchtung ist die Bezirksvertretung Wattenscheid in einem einstimmigen Beschluss gefolgt.

Am 21. Oktober 2020 konnte der Spatenstich für den Baustein der Außenanlage und der Beleuchtung erfolgen. Nach der mehrmonatigen Bauphase konnte am 30. Juni 2021 das Außengelände mit Politik, Verwaltung und Nachbarschaft eröffnet werden. Im Spätsommer ist dann noch eine Erweiterung geplant: Die Knepper Management GmbH plant die Errichtung eines Biergartens im Schatten des Fördergerüsts. Ein sicherlich neuer Treffpunkt der Wattenscheider*innen, aber auch – da direkt am Radweg gelegen – eine Einladung als alle Besuchenden, Wattenscheid zu entdecken.