Zahlreiche Wattenscheider Straßenräume zeichnen sich durch ihr besonders stadtbildprägendes Merkmal aus: Baumreihen und Alleen. Diesen besonderen Schmuck auch in Zukunft zu erhalten und sogar zu erweitern ist Ziel des ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept)-Projekts „Grüne Straßen“.

In der ersten Phase der Projektumsetzung wurden überalterte oder kranke Bäume, die ein Sicherheitsrisiko für den Straßenverkehr sowie für Spazierende darstellen, ausgetauscht. Außerdem kamen neue Bäume an Stellen im Straßenraum hinzu, an denen die Bepflanzung bisher lückenhaft war. Der erste Erfolg des Projekt sind 56 neue Bäume, die im Zeitraum vom 11. Januar bis zum 29. Januar diverser Wattenscheider Straßen gepflanzt. Hierzu zählen unter anderem die Emil-Weitz-Straße, die Hüller Straße, die Brinkstraße am Gertrudiscenter, die Propst-Hellmich-Promenade, Am Wall, die Westenfelder Straße, der Bußmanns Weg, die Elisabethstraße, die Bismarkstraße, die Geitlingstraße und die Dickebankstraße.

Baumarten wie Linden, Weißdorn, Ahorn und Ginkos haben einen Platz an den grünen Straßen erhalten – Baumarten, die als besonders klimarobust gelten und somit auf lange Sicht zu einem verbesserten Mikroklima (also zum lokalen, kleinräumigen Klima) beitragen können.

Diese 56 Pflanzungen sind aber nur der Auftakt von weiteren geplanten Baumpflanzungen. Nachdem im Januar die erste Phase abgeschlossen wurde, sind bereits an vielen Straßen in Wattenscheid grüne Kronen sichtbar. Nun laufen die Planungen für eine zweite Phase der Umsetzung. In dieser sollen Straßenbäume, die nicht mehr zukunftsfähig sind, ausgetauscht werden. Außerdem werden Bäume auf derzeit freien Baumscheiben ergänzt. 

Bis zum Ende des Projekts soll nicht nur der Baumbestand gesichert sein, sondern es sollen auch ganz neue grüne Straßen entstehen. Dazu zählt auch, die Einfassung der Bäume aufzuwerten. Dies kann zum Beispiel durch bepflanzte Baumscheiben erfolgen. Bestehende, ergänzte und neu angelegte grüne Straßen können dann gemeinsam das Stadtbild aufwerten, Grün- und Freiflächen vernetzen und einen positiven Beitrag zum Mikroklima leisten.